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Rückblick Herbsttour 2025

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Begrüßung

Liebe Kolleg:innen,

fünf inspirierende Fachtreffen in den Regionen treffen liegen hinter uns – ein herzliches Dankeschön an alle Hosts und Impulsgebenden für die engagierte Mitwirkung und den wertvollen Austausch!

Wir laden Sie mit dieser Nachlese zu einem Rückblick ein, der Inhalte zusammenfasst, aber auch einen einen Blick auf unsere Community-Momente erlaubt.

Wir freuen uns auf die nächsten Begegnungen in den Arbeitskreisen 2026 und wünschen viel Freude beim Durchscrollen!

Die Netzwerkarbeit des NJO wird unterstützt durch die  Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL).
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Themenüberblick

Die Arbeitskreistreffen in der zweiten Jahreshälfte setzten Inhalte und Fragen aus dem Frühjahr 2025 fort. Wichtige Themen waren Interdisziplinarität in Projekten und deren praktische Umsetzung, das Potenzial von Musik für die Stadtteilarbeit sowie transtraditionelle und transkulturelle Impulse.
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Themen

19. September 2025
Interdisziplinäre Perspektiven auf Partizipation

Mit:
Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
Kunsthalle Bremen

Der Arbeitskreis Nord wird unterstützt durch die NORDMETALL-Stiftung.




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Das Treffen des AK Nord in Bremen bot interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema „Partizipation” und fand in Kooperation mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen statt. Im ersten Teil stand das Zukunftslabor des Orchesters mit seinen partizipativen Formaten im Fokus: Imke Poeschel, kaufmännische Geschäftsführerin, gab einen Überblick über die Entstehung des Zukunftslabors, die verschiedenen Projekte und ihre Herausforderungen. Projektmanagerin Line Weber gewährte Einblicke in das Music Swap Lab, das während der Corona-Pandemie entstanden ist. Sabine Kuhnert, künstlerisch-pädagogische Leitung, berichtete von der Stadtteiloper.   




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Im zweiten Teil des Treffens berichtete das Team der Kunsthalle Bremen von seinen Kunstvermittlungsprojekten. Die Projektbeteiligten Stella Beßlich und Paul Nikos Günther erzählten von ihren Erfahrungen mit dem Jugendkuratorium „New Perceptions“. Simone Scheidl skizzierte das inklusive Projekt „Kunst fühlen“. Hartwig Dingfelder, Leiter der Abteilung Kunstvermittlung, und Dina Koper, Projektleiterin von „New Perceptions“, ergänzten die Erfahrungsberichte der Projektbeteiligten mit strukturellen Informationen und gingen engagiert auf die Fragen der Anwesenden ein. 
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Stadtteiloper 2025 "Stadt der Träume"

Am Abend waren die Teilnehmenden des Treffens eingeladen, die aktuelle Produktion der Stadtteiloper zu besuchen und zuvor an einer Führung durch die Räumlichkeiten der Kammerphilharmonie Bremen teilzunehmen. 
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22. Oktober 2025
Das Konzert als Resonanzraum


Mit:
Anja Adam & dem Team des Theaters Basel
Prof. Dr. Irena Müller-Brozovic 

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Der AK Schweiz kam nach längerer Pause erstmals wieder in Präsenz zusammen. Nachdem das Foyer Public des Theaters Basel bislang nur in Online-Formaten vorgestellt worden war, hatten die Teilnehmenden nun Gelegenheit, den Raum "in echt" zu erleben und zu erobern. Nach der ersten Wiedersehensfreude und einem Warm up zu Volksmusik übernahmen Studierende der Hochschule für Künste Bern die Regie und luden zu performativen Erkundungen zwischen Singen und Ping Pong im Foyer Public ein. 
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Irena Müller-Brozovic stellt in ihrem Impulsbeitrag wesentliche Aspekte ihres Buch "Das Konzert als Resonanzraum" (Download bei trancript) vor. Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen zu Fragen resonanzaffiner Musikvermittlung und kamen in den Austausch über eigene Erfahrungen. 
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Nach dem Mittagessen wurden die Gespräche in Zweier- und Dreiergruppen beim "Walk & Talk" intensiviert. Anschließend startete der Familiennachmittag mit dem dem KlangLab im Foyer Public und es war Gelegenheit, den Ort "in Aktion" zu erleben.
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In ihrem abschließenden Beitrag stellte Anja Adam die Entwicklung des Foyer Public vor, die für das Theater einen anhaltenden Prozess des Lernens der Auseinandersetzung mit eigenen Strukturen und Handlungslogiken erfordert. Daran knüpfte sich eine lebhafte Diskussion um Möglichkeiten und Praxis der Öffnung von Kultureinrichtungen und -angeboten erörtert wurden. 

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7. November 2025
Community Music und Stadtteilarbeit

Mit:
Paper Lantern Collective
Stadtteilpiloten Chemnitz
INPEOS
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Auf Einladung von Marleen Kiesel und Matt Robinson vom Paper Lantern Collective, kam der AK Südost in der diesjährigen Kulturhauptstadt Chemnitz zusammen, um über Formen der Community-Arbeit und die Potenziale der Community Music zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie musikalische Methoden Zugänge schaffen, Beteiligung ermöglichen und Gemeinschaft in urbanen Räumen stärken können. Impulse dazu kamen vom Paper Lantern Collective sowie den Stadtteilpiloten Chemnitz und INPEOS, die ihre Arbeit und Projekte im Bereich künstlerischer und sozialer Community Arbeit vorstellten. 
 
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Marleen und Matt vom Paper Lantern Collective eröffneten den Austausch mit einer Reflexion darüber, wie Community-Arbeit entsteht und welche Rolle Musik als verbindendes Element einnehmen kann. Dabei wurde deutlich, dass Community Music vor allem dann wirksam wird, wenn Menschen unabhängig von Vorerfahrungen die Möglichkeit erhalten, sich auszuprobieren, eigene Ausdrucksformen zu entdecken und aktiv mitzugestalten.
 Präsentation Paper Lantern
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Die Stadtteilpiloten Chemnitz gaben anschließend Einblicke in ihre Arbeit in den verschiedenen Stadtbezirken. Sie stellten Formate vor, die Bewohner:innen miteinander ins Gespräch bringen und neue Begegnungsräume schaffen. Ihre Praxis zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Angebote sind, um Barrieren abzubauen und Stadtgesellschaft zu beteiligen und zu  verbinden.
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Ein besonders lebendiges Beispiel brachte INPEOS ein: Im Rahmen eines Projekts in Zusammenarbeit mit dem Paper Lantern Collective hatten Jugendliche erste musikalische Erfahrungen gesammelt. Unerwartet entwickelte sich daraus eine dynamische Gruppendynamik und die Jugendlichen waren so begeistert, dass sie den Wunsch äußerten, eine eigene Band zu gründen. Diese Erfahrung zeigt, wie Community Music junge Menschen aktiviert, Selbstwirksamkeit fördert und kreative Prozesse in Gang setzt.
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Das Festival Klangspuren Schwaz versteht sich als Plattform für zeitgenössische Musik. Im Mittelpunkt stehen Experimente, Uraufführungen und neue Formen des Hörens. Es fördert den Austausch zwischen Komponist:innen, Musiker:innen und Publikum und setzt stark auf Vermittlung sowie Nachwuchsförderung.

Foto: Klangwanderung 2025 © Klangspuren Schwaz
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Zu den aktuellen Herausforderungen für  Festivals zählen gestiegene Kosten, schwierige Finanzierungsstrukturen, höhere Abhängigkeit von Fördergeldern, ein zunehmender Fachkräftemangel und wachsende Konkurrenz um Publikum. Gleichzeitig müssen viele Festivals ihre Ticketpreise erhöhen, ohne Zielgruppen zu verlieren.

Foto: 27.09. Resonance IBK © Gerhard Berger
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In der Gruppendiskussion stand u.a. die Frage im Vordergrund,  wie sich die Wirkung einer Veranstaltung oder eines Musikprogramms vor Ort und in der Region erfassen lässt. Es ging darum, welche Methoden geeignet sind, um kulturelle, soziale oder wirtschaftliche Effekte sichtbar zu machen – also wie nachvollziehbar wird, was ein Festival jenseits des Programms tatsächlich bewirkt. Dabei spielte auch die Frage eine Rolle, wie solche Wirkungsanalysen langfristig genutzt werden können, um lokale Akteur:innen einzubinden, Ressourcen zu sichern und die Bedeutung eines Festivals in der Region deutlicher zu kommunizieren.
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Transkulturelle Musikpraxis versteht Musik nicht nur als ästhetischen Ausdruck, sondern als sozialen Raum, in dem unterschiedliche kulturelle Erfahrungen, musikalische Traditionen und persönliche Biografien miteinander in Beziehung treten. Sie geht über das Nebeneinander verschiedener Stile hinaus und schafft Orte, an denen ein neues gemeinsames Musizieren entstehen kann – offen, hybrid und dialogisch. Dabei treten Fragen auf wie: Welche Vorstellungen von Musik bringen wir mit? Welche Rolle spielen Machtverhältnisse, Zugänge und Wertungen? Und wie können Strukturen aussehen, die Begegnung, Teilhabe und gemeinsames Gestalten ermöglichen?
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Wichtig ist die Anerkennung, dass transkulturelle Praxis nicht automatisch entsteht. Sie braucht Rahmenbedingungen: Räume des Vertrauens, partizipative Prozesse, künstlerische Freiheit, aber auch institutionelle Unterstützung. Transkulturalität bedeutet, sich auf Aushandlungen einzulassen, Gewohntes zu hinterfragen und neue ästhetische Formen zuzulassen. Sie ist ein sozialer Prozess, der Bildung, Inklusion und Gemeinschaft fördert – und gerade deshalb nachhaltige Strukturen erfordert.
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Das EU-Projekt dialoguing@rts bietet dafür ein Beispiel: Es verbindet performative Künste – Musik, Tanz, Theater – mit kultureller Bildung und richtet sich bewusst an Menschen mit vielfältigen Hintergründen, darunter auch marginalisierte Gruppen. Ziel ist es, künstlerische Prozesse als Mittel für Teilhabe, Empowerment und sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Durch Workshops, Residenzen und kollaborative Formate entstehen neue ästhetische Ausdrucksformen und Handlungsempfehlungen für eine inklusive Kulturpraxis.
Präsentation Ronja Kampschulte
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Das Ensemble Colourage zeigt, wie transkulturelles Arbeiten konkret aussehen kann. Hier steht nicht „Werktreue“ im Vordergrund, sondern das gemeinsame künstlerische Erfinden. Unterschiedliche musikalische Sprachen, Erfahrungen und Perspektiven werden auf Augenhöhe zusammengeführt, um etwas Neues entstehen zu lassen. Colourage versteht Musik als gesellschaftliche Praxis und als Chance, in einer Einwanderungsgesellschaft ein „Wir“ zu gestalten.

Foto: Christian Kleiner
Präsentation André Uelner


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Termine 2. Halbjahr 2025

Die Termine für das erste Halbjahr 2026 sind in Vorbereitung und werden ab Januar im NJO Newsletter sowie auf der Webseite angekündigt. 

#staytuned
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Informationen zu den einzelnen Terminen werden fortlaufend aktualisiert auf jungeohren.de/arbeitskreise. Dort finden Sie auch die Links zur Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenfrei und unabhängig von einer Mitgliedschaft beim NJO möglich. Gerne senden wir Ihnen die Informationen zu "Ihrem" Arbeitskreis auch direkt zu, senden Sie dazu einfach eine Mail an kontakt@jungeohren.de.

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Wir freuen uns

Als Teilnehmer:in des NJO sind Sie Teil einer lebendigen Fachcommunity und unterstützen mit Ihrem Beitrag unsere Netzwerkarbeit. Dadurch ist es uns u.a. möglich, die Arbeitskreistreffen durchzuführen.

Setzen Sie persönlich oder als Institution mit Ihrer Teilnahme am NJO ein Zeichen für ein zeitgemäßes Musikleben am Puls der Gesellschaft und stärken das Engagement für die Interessen kulturvermittelnder Akteur:innen der freien und der institutionellen Szene!

Hier geht es zum Anmeldeformular

Lieber keine dauerhafte Bindung? Sie können unsere Netzwerkarbeit auch durch eine Spende unterstützen, für die wir selbstverständlich eine Spendenbescheinigung ausstellen.
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